Posaunenchor Christerode in Aktion

 

Abendmusik am 20.12.2009

 

Weihnacht, was bedeutet das heute?

 

Das war das Motto einer vorweihnachtlichen Abendmusik am 20. Dezember 2009 in der Kirche in Christerode, zu dem der Kirchenchor Christerode-Hauptschwenda und der Posaunenchor Christerode eingeladen hatten. Die Kirche war vom Kirchenvorstand dekoriert worden, die brennenden Kerzen und die indirekte Beleuchtung sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Der Altar war von Erika Schneider passend zum Motto mit einem Nebeneinander von Armut und Reichtum gestaltet worden. Trotz des winterlichen Wetters waren wieder zahlreiche Gäste der Einladung gefolgt.

 

10Sabrina Skibbe begrüßte die anwesenden Gäste mit der Lesung „Mitten im Trubel ...“. Der Posaunenchor stimmte die Zuhörer mit „Macht hoch die Tür“ auf die nächsten anderthalb Stunden ein. „Weihnachten ist mehr als Geschenke kaufen und Kerzenschein“ resümierte Werner Berg in seinem Vortrag, der von Mirjam Lotz aus Christerode geschrieben wurde. Mit dem Lied „Leise rieselt der Schnee“ ließ der Posaunenchor den Winter auch musikalisch in die Kirche einziehen.

 

Pfarrerin Schwalm erzählte die philippinische Geschichte „Die Halle der Welt mit Licht erfüllen“, bei der es um das geht, was die Menschen wirklich brauchen. Sie rief die Zuhörer dazu auf, sich mit einlösbaren Vorsätzen um die Menschen zu kümmern, die Zuwendung brauchen. Der „Stern über Bethlehem“ brachte die Zuhörer an den Ort des Geschehens vor über 2000 Jahren. Anja Schmiedl und Melanie Kuhn erfreuten die Zuhörer mit „Jingle Bells“, „Es wird schon gleich dunkel“ und „Hört der Engel helle Lieder“ auf der Flöte und an der Orgel.

 

In einem Szenenspiel beschrieben Patrick Heiderich, Silvia Diehl, Elke Geißel, Stefan Kranz und Sabrina Skibbe die Hektik der Vorweihnachtszeit einerseits und andererseits die Ruhe, die man beispielsweise in der Kirche oder zu Hause bei einer Tasse heißer Schokolade mit Freunden erleben kann. Der Kirchenchor untermalte das Szenenspiel mit dem Lied „Stimmet Hosianna an“.

 

Der Text von Carola Moosbach, vorgetragen von Gerta Barth, beschwört die Menschen, die Hoffnung und das Sehnen nach einer besseren Welt nicht aufzugeben, damit sich „neue Wege ... auftun hinter dem Horizont“. Dazu stimmten der Kirchenchor mit dem Lied „Als die Welt verloren“ und Elke Geißel mit dem Klavierstück „In einer Höhle zu Bethlehem“ ein.

 

Mit dem Gedicht „Wenn ich an Weihnachten denk’“ erinnerte uns Gerlinde Sachs an längst vergangene Stunden, an das Kind in der Krippe, an die Alten, auch an die, die uns längst verlassen haben und an klopfende Herzen vor der Weihnachtstür.

 

Dass jeder im Umgang mit seinen Mitmenschen eben doch viel mehr tun kann, als er glaubt, kam in dem Text „Viel kann ich nicht tun“, vorgetragen von Elke Geißel zum Ausdruck. Sei es einfach zuzuhören, Zeit zu opfern, gemeinsam fröhlich sein oder gemeinsam trauern, sich versöhnen oder dem Menschen vergeben, der einen verletzt hat.

 

Pfarrerin Karin Schwalm regte mit „Worte, die uns ernähren“ dazu an, auf unseren Nächsten zuzugehen und unsere Beziehung zu ihm mit kleinen Schritten zu vertiefen. „Jeder Schritt ist wie eine brennende Kerze in der Nacht. Ihr Licht hebt die Dunkelheit nicht auf, führt uns aber durch die Finsternis.“ Von der Einsicht, dass sich Licht vermehrt, wenn man es teilt, handelt der Text „Ein Mensch hat das Licht empfangen“ vorgetragen von Werner Berg.

 

Der Kirchenchor trug im Verlauf der Abendmusik noch die „Weihnachtsmotette“, „Heiliges Licht von Bethlehem“ und „Gott hör mein Gebet“ vor. Die weiteren Beiträge des Posaunenchors waren „O Bethlehem du kleine Stadt“, „Du dessen Namen heilig ist“ und „Geht ruft es von den Bergen“.

 

Nach dem Segen von Pfarrerin Schwalm beschloss der Posaunenchor die Abendmusik mit dem Lied „Wir gehn weiter auf dem Weg mit Gott“. Der Abend klang bei Glühwein und guten Gesprächen aus. Der Posaunenchor bedankt sich, auch im Namen des Kirchenchores, für die Unterstützung, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat. (gl)


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